löwenschwester
„Ein Quadrat aus Straßen als Revier. Ein Palast hinter einem Bauzaun. Eine Schwester, die sich von anderen unterscheidet. Der Hauptfigur Liv, durch deren Augen wir auf ihren Alltag blicken, macht das nichts aus. Voller Liebe und Begeisterung erzählt sie von ihrer kleinen Schwester Lea, die mit einer Behinderung lebt. Lea ist Liv zwar nicht peinlich, aber trotzdem ist sie manchmal genervt von ihr und wütend auf ihre Eltern, die Liv, die ältere, Vernünftige übersehen. […]
Liv braucht manchmal ihre Ruhe. Deshalb ist sie gerne und viel draußen. Wie eine Löwin streift sich durch ihr Revier, die Nachbarschaft zwischen den großen Straße, im Quadrat, in der sie jeden Tag etwas Neues entdeckt. […] Eines Tages trifft Liv auf einem ihrer Streifzüge auf Kim, ein Kind aus ihrer Parallelklasse. Kim ist offen, gesprächig und nervt sie zuerst, langsam freunden sich die beiden jedoch an. Mit Kim zusammen entdeckt sie einen besonderen Ort, einen Palast, der zum Rückzugsort für die beiden wird.“
Löwenschwester „ist ein zarter, poetischer, präziser und zugleich kraftvoller Text, der vom Anderssein erzählt, von Geschwisterbeziehungen, Freundschaft und der leisen Magie der Kindheit.“
© Laudatio zum Retzhofer Dramapreis 2025
Theaterstück für 2 Spieler*innen
für alle ab 8
Rechte: Verlag der Autoren, Frankfurt am Main
frei zur UA
Pressestimmen
„Der Text, den wir heute unter anderem auszeichnen möchten, hat uns in der leichtfüßigen Ernsthaftigkeit, in der er auf die Lebenswelt eines jungen Menschen blickt, sehr bewegt. Es ist ein Text, der Kindern Raum gibt, ohne zu idealisieren, zu belehren oder zu belächeln. […] Die Stärke dieses Textes liegt nicht nur in seinem bemerkenswerten Umgang mit Sprache und Bildern – schlicht, klar, poetisch, ruhig und voller Details und Eigenheiten – sondern auch in seinem selbstverständlichen Umgang mit verschiedenen Lebensrealitäten und den Themen Inklusion und Diversität.“
© Laudatio des Retzhofer Dramapreises 2025
– Retzhofer Dramapreis für Junges Publikum 2025