nathan
nach Gotthold Ephraim Lessing
in einer Fassung von Max Radestock und Fabienne Dür
Als Nathan von einer Geschäftsreise zurückkommt, erfährt er, dass es in seiner Abwesenheit einen Brandanschlag auf sein Haus gab und seine Tochter Recha es nur mit Hilfe eines Tempelherren aus den Flammen geschafft hat. Ein großes Glück und gleichzeitig unglaublich, einerseits weil der Tempelherr als Christ freiwillig eine Jüdin gerettet hat, andererseits weil er selbst erst kurz zuvor vom muslimischen Sultan als einziger Kreuzritter nicht hingerichtet wurde.
Regisseur Max Radestock und sein Team überprüfen in einer destillierten Fassung den über 200 Jahre alten Stoff auf seine Heutigkeit. Wie weit ist der Gedanke der Aufklärung in den letzten 300 Jahre gekommen? Leben wir in einem toleranten, aufgeklärten Zeitalter? Und was würde Nathan zu den heutigen gesellschaftlichen Entwicklungen sagen?
Der Aberglauben schlimmster ist, den seinen
für den erträglicheren zu halten
Premiere
10. September 2024, Vagantenbühne Berlin
mit: Victoria Findlay, Anja Kunzmann, Julian Trostorf, Emma Zeisberger
Regie: Max Radestock
Bühne und Kostüme: Clara Wanke
Dramaturgie: Fabienne Dür